Der Energie- und Nährstoffbedarf des Leistungssportlers ergibt sich aus Ernährungsstatus, Sportartgruppe (Ausdauer, Kraft...), Trainingsumfang und Trainingsbedingungen (Seehöhe, Wassertemperatur...) und wird in den Spitzenkadern normalerweise von sportmedizinischen Betreuern individuell erhoben. Freizeit- und Fitneßsportler bestimmen ihr Verzehrverhalten meist selbst. Dabei wird der kalorische Energieaufwand für die geleistete Muskelarbeit vielfach überschätzt bzw. vorwiegend durch Kohlehydrate gedeckt, wogegen dem besonderen Bedarf des Sportlers an Mineralstoffen und Vitaminen und essentiellen Fettsäuren kaum Beachtung geschenkt wird. Insbesondere Zink, Eisen, Folsäure, Kupfer, Magnesium, Calcium, Vitamin C und Vitamin B6 sowie Linol- und Linolensäure werden zuwenig zugeführt. Daher sollte der Lebensmittelauswahl mehr Beachtung geschenkt werden.
Energiemenge:
- Breiten- und Gesundheitssport: 40-50 kcal/kg Körpergewicht
- Leistungssport: 60-70 kcal/kg Körpergewicht
- Öfter kleinere Mahlzeiten einnehmen schützt vor Leistungstiefs.
- Für jede Stunde Training mindestens 1 Liter Wasser, verdünnte Obstsäfte oder Mineraldrinks zu sich nehmen.
Nahrungsaufnahme während des Trainings:
- Kohlenhydrat-Nahrungsmittel auf Stärkebasis bevorzugen; reichlich Obst, Trockenobst und Gemüse.
- Eiweißreiche Nahrungsmittel einsetzen.
- Wenig Fett, aber mit hohem Anteil an essentiellen Fettsäuren
Nahrungsaufnahme für einen Wettkampf:
- spätestens 2-3 Stunden vor dem Start eine leicht verdauliche Mahlzeit mit viel Kohlehydraten und wenig Fett. Verpflegung für Dauerleistung (z.B. Laufen, Radfahren): Bananen, Trockenobst, Energieriegel; Flüssigkeit.
- keine blähenden Nahrungsmittel (Kohl, Bohnen ...)
Nahrungsaufnahme zur Erholung:
- langsamer Ausgleich der Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste
- kohlenhydratreiche Mahlzeit 1 1/2 Stunden nach dem Wettkampf